Gemeinsames Singen verband Generationen am Tag der Deutschen Einheit

Brücken Bauen – Einheit wagen

Singen verbindet und schenkt Freude – das erlebten 500 Weimarer, die im Rahmen von „Deutschland singt“ am 3. Oktober damit ein Zeichen des Dankes, aber auch der Hoffnung und für Zusammenhalt setzen.

Die Evangelische Allianz Weimar und Achava Festspiele Thüringen hatten zum zweiten Mal zu dieser Danke-Demo eingeladen. „Die Hoffnung lebt zuerst“, „Nun danket alle Gott“ und „Thank you for the music“ waren nur einige der bekannten Lieder, die vor der Kulisse des Weimarer Rathauses gesungen wurden. Die leuchtenden Kerzen erinnerten zudem an die Zeit der friedlichen Revolution. Der dafür entstandene bunte Einheitschor, unter Leitung von Claudia Zohm, bestand aus Sänger*innen und Musiker*innen verschiedener Kirchgemeinden, Chöre, Städte, aus Hochschulen, von Orchestern, mit Profis und Laien. Erwachsene und Kindern musizierten und sangen gemeinsam am 31. Jahrestag der Deutschen Einheit.

„Ich freue mich besonders, dass in diesem Jahr Kinder und Jugendliche mit dabei sind, denn wir möchten in diesem Jahr eine Brücke bauen zur nächsten Generation. Ihnen erzählen, sie mit heineinnehmen in das Wunder von damals.“ so Ulrike Zinke, die Gesamtorganisatorin dieses Abends.

Ein bildliches Beispiel für das Brückenbauen war die Live-Schaltung nach Eisenach. Dort wurde, wie an weiteren 280 Städten Deutschlands, ebenfalls zum Tag der Deutschen Einheit auf dem Marktplatz gesungen.

„Lasst uns hier in Weimar diese Einheit leben. Lasst unsere Stadt ein Beispiel sein für die vielen Menschen… Gemeinsames Singen schafft Beziehung. Singen löst innere Belastung. Singen macht gesund. Singen macht Zuversicht… Deshalb sind wir ein Teil von Deutschland singt“, so Michael Eggert, der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Weimar.

Mit Fotos, die Weimarer Bürger nach einem Aufruf zur Verfügung stellten, wurden die Anwesenden in die Weimarer Wendezeit zurückversetzt. Martin Kranz, Intendant der Achava Festspiele Thüringen, sprach mit Pfarrer Christoph Victor und Philipp Wiegandt über das, was sie damals selbst erlebt hatten. So konnten die Anwesenden Anteil nehmen am Leben von Menschen, die den Mut hatten aufzustehen, auf die Straße zu gehen und dafür im Glauben beteten, dass Gott die Situation im ganzen Land verändern kann.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Text Dietrich Bonhoeffer, Lied Thomas Quasthoff

Mit diesem Segenslied endete das bewegende, gemeinsame Singen und es beginnt gleichzeitig ein neues Jahr, in dem wir, Gräben überwinden, Einheit leben und Zukunft aktiv gestalten können.

Text, Bilder und Videos: Sabine Krumrey

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